Konflikt

Übernahmekampf um Windanlagenproduzent REpower ausgebrochen

Um den Hamburger Windanlagenhersteller REpower ist ein Übernahmekampf ausgebrochen. Nachdem der französische Areva-Konzern im Januar eine Offerte unterbreitet hatte, legte am Freitag auch die Kölner Suzlon Windenergie GmbH ein Angebot vor.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Köln (ddp/sm) - Die Tochter des indischen Windturbinenherstellers Suzlon bietet 126 Euro pro REpower-Aktie und damit 20 Prozent mehr als Areva. Der Aktienkurs kletterte daraufhin bis gegen 14.00 Uhr um gut 26 Prozent auf ein Allzeithoch von 142,60 Euro.

Suzlon ist laut eigenen Angaben Marktführer für die Herstellung von Windturbinen in Asien und weltweit der fünftgrößte Windturbinenproduzent. Das Beratungsunternehmen Linklaters, das Suzlon bei dem Angebot hilft, erklärte, Suzlon werde bei seiner Offerte auch von der portugiesischen Martifer Group unterstützt. Martifer ist mit 25,4 Prozent nach Areva der zweitgrößte Anteilseigner von REpower.

Das Barangebot von Suzlon entspricht den Angaben zufolge einer Prämie von 40 Prozent auf den REpower-Schlusskurs vom 19. Januar und von 76 Prozent auf den gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der letzten drei Monate vor Bekanntgabe des Areva-Angebots.

REpower selbst hielt sich am Freitag bedeckt. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte auf Anfrage lediglich, es sei bislang nur ein Angebot angekündigt worden. Wenn dieses schriftlich vorliege, werde es geprüft. Weitere Angaben wollte sie zunächst nicht machen.

Das Kaufangebot von Areva liegt bei 105 Euro je Aktie und damit 44 Prozent über dem Durchschnittspreis der letzten drei Monate. Areva ist nach eigener Aussage der weltweit größte Hersteller von Atomkraftwerken. Der Konzern war 2005 bei REpower eingestiegen und ist mit rund 30 Prozent bereits der größte Einzelaktionär des Windanlagenbauers. Das Areva-Übernahmeangebot wurde bisher vom REpower-Vorstand befürwortet.

Weiterführende Links