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Übernahmekampf um REpower geht in neue Runde

Das Ringen um den Windanlagenhersteller REpower geht weiter. Der französische Interessent Areva hat sein Angebot deutlich aufgestockt und liegt damit jetzt um elf Euro je Aktie besser als die Kölner Tochter des indischen Windturbinenherstellers Suzlon.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Der Übernahmekampf um den Hamburger Windanlagenhersteller REpower geht in eine neue Runde. Der französische Areva-Konzern verbesserte sein Angebot von bislang 105 Euro auf nun 140 Euro je Aktie, wie der weltweit größte Hersteller von Atomkraftwerken am Donnerstag bekannt gab. Das neue Angebot liege um rund elf Prozent höher als die 126 Euro, die die Kölner Tochter des indischen Windturbinenherstellers Suzlon Mitte Februar geboten hatte.

Areva hat nach eigenen Angaben bereits weitere Aktien von REpower zu einem Stückpreis von 140 Euro erworben. Inzwischen halte Areva rund 2,44 Millionen Aktien von REpower, was einem Anteil von mehr als 30 Prozent des Grundkapitals entspreche. Areva ist damit größter Einzelaktionär bei REpower.

REpower kündigte am Donnerstag an, kurzfristig den Aufsichtsrat einberufen zu wollen, um die Anhebung des Areva-Übernahmeangebots zu bewerten. Das Kontrollgremium werde gemeinsam mit dem Vorstand eine Stellungnahme veröffentlichen, kündigte ein Sprecher des Hamburger Unternehmens an. Vorher werde man sich nicht äußern. REpower hatte zuletzt auch das Angebot von 126 Euro des Areva-Konkurrenten Suzlon begrüßt und das indische Unternehmen als "geeigneten strategischen Partner" eingestuft. Zuvor hatte REpower allerdings auch das erste Areva-Angebot in Höhe von 105 Euro schon positiv bewertet.

Das neue Angebot von 140 Euro je Aktie liegt laut Areva um 95,9 Prozent über dem Durchschnittspreis des REPower-Papiers in den drei Monaten vor der Areva-Ankündigung am 22. Januar, ein freiwilliges Übernahmeangebot für REpower abzugeben.