Warten auf spanische Erklärung

Übernahme E.ON/Endesa: EU will noch abwarten

Nach einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblatts" wird die EU-Kommission frühestens im September darüber entscheiden, ob sie rechtliche Schritte gegen Spanien im Übernahme-Fall E.ON und Endesa einleitet. Zunächst wird eine Erklärung der spanischen Regierung erwartet.

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Düsseldorf/Brüssel (red) - Dem Bericht zufolge sagte ein Sprecher der Kommission am Mittwoch, dass zunächst die spanische Erklärung zum Vetorecht der Energieaufsicht CNE geprüft werde. Die Angaben hierzu erwarte die EU in Kürze, ein Beschluss über eine mögliche Klage gegen Spanien wird nicht vor Anfang September fallen, so der Sprecher.

Wie berichtet, hat die spanische Regierung die Rechte der CNE ausgeweitet, nachdem E.ON im Februar ein Übernahmeangebot für Endesa vorgelegt hatte. Die CNE kündigte zudem harte Auflagen im Falle der Übernahme durch E.ON an. Madrid hatte sich für eine Übernahme Endesas durch den spanischen Versorger Gas Natural ausgesprochen, der allerdings rund sieben Milliarden Euro weniger bietet als E.ON.

Die EU-Kommission kritisierte die Ausweitung der Rechte der CNE wegen der möglichen Beschränkungen des freien Wettbewerbs. Den E.ON-Plänen hat die EU bereits zugestimmt.

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