Urteil

Überhöhte Gebühren bei bayrischen Netzbetreibern

Neun bayerische Stromnetzbetreiber haben laut einem Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth überhöhte Gebühren für die Nutzung ihrer Leitungen berechnet. Das Gericht kürzte die Netznutzungsentgelte der Firmen für die Jahre 2003 und 2004 um jeweils 16 Prozent, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Nürnberg (ddp-bay/sm) - Ein Stromhändler aus Hamburg hatte gegen die hohen Gebühren geklagt. Der Anbieter versorgt Endkunden im Netzgebiet der neun Firmen mit Strom und bezahlt für das Durchleiten der Elektrizität ein Entgelt.

Die Netzbetreiber hatten sich im Prozess geweigert, die Zusammensetzung dieser Gebühren offenzulegen. Das Gericht ging deshalb von einer "willkürlichen" Art der Preisgestaltung aus. Das zu viel verlangte Geld müssen die Firmen laut Urteil an den Kläger zurückzahlen. Betroffen sind nach Angaben des Gerichts Netzbetreiber aus Bamberg, Bayreuth, Coburg, Hof, Erlangen, Fürth, Neumarkt in der Oberpfalz, Bogen und Wörth an der Donau. Die neun Urteile gegen die einzelnen Firmen sind noch nicht rechtskräftig.

(Az. 4 HKO 8567/06, 4 HKO 9023/06, 4 HKO 9595/06, 4 HKO 9597/06, 4 HKO 9598/06, 4 HKO 10040/06, 4 HKO 10338/06, 4 HKO 10427/06, 4 HKO 11007/06)