Größter Energiefresser

Übergangsfristen für den Betrieb alter Heizungen laufen ab

Da die Heizung in privaten Haushalten der größte Energiefresser ist, fordert der Gesetzgeber in der neuen Energieeinsparverordnung und in der Bundes-Immissionschutz-Verordnung die Einhaltung niedriger Energieverluste. Deshalb müssen in den nächsten drei Jahren mindestens 1,5 Millionen Heizungsanlagen ausgetauscht werden.

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Für alte Heizungen wird die Zeit jetzt knapp. Grund: Um unnötigem Energieverbrauch entgegenzuwirken, fordert der Gesetzgeber die Einhaltung niedriger Energieverluste über das Abgas. In den nächsten drei Jahren müssen deshalb mindestens 1,5 Millionen Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Zusätzlich fordert die neue Energieeinsparverordnung den Austausch von Heizkesseln, die vor 1978 in Betrieb gegangen sind und zwar unabhängig von der Einhaltung bestimmter Grenzwerte. Einfamilienhäuser sind von dieser Austauschpflicht jedoch zumeist ausgenommen.

Die Schornsteinfeger haben bereits 1997/98 eine so genannte "Einstufungsmessung" an alten Heizkesseln vorgenommen. Der Hausbesitzer hat dieses wichtige Dokument in seinen Unterlagen. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) rät daher Hausbesitzern, sich dieses Dokument genau anzusehen. Das Ergebnis der Einstufung zeigt, ob der Heizkessel die Grenzwerte überschreitet und ab wann die Überschreitung nicht mehr geduldet wird.

Generell werden in deutschen Privathaushalten nach Angaben des BINE-Informationsdienstes beim Fachinformationszentrum Karlsruhe im Durchschnitt 78 Prozent der Gesamtwärmeenergie für die Bereitstellung von Raumwärme aufgewendet. Da Heizung und Warmwasser zusammen den mit Abstand größten Energieverbrauch im Haus verursachen, liegt hier auch das höchste Potenzial zur Energieeinsparung. Die derzeit effizienteste Möglichkeit zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser bietet nach ASUE-Angaben die Gas-Brennwertheizung, denn sie kann auch die im Abgas enthaltene Wärme nutzen. Tauscht man eine alte Heizungsanlage gegen eine moderne Gas-Brennwertanlage aus, können bis zu 30 Prozent der Energie und der Kosten eingespart werden.

Weitere Informationen unter www.asue.de.