Naturschutz gegen Kohlegewinnung

Über 3000 Unterschriften für Lacomaer Teiche übergeben

Über 3000 Menschen haben mit ihren Unterschriften den Erhalt der Lacomaer Teiche bei Cottbus gefordert. Vertreter des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), von Grüner Liga und "Robin Wood" übergaben der brandenburgischen Landesregierung eine Resolution gegen das Braunkohleprojekt.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - In dem Schreiben wird die Landesregierung aufgefordert, den von Vattenfall gestellten Planfeststellungsantrag auf Abbaggerung der Teiche abzulehnen.

"Die geplante Inanspruchnahme durch den Tagebau Cottbus-Nord ist naturschutzfachlich nicht vertretbar und energiewirtschaftlich nicht notwendig", heißt es in dem Papier. Zu den Unterzeichnern gehören nach Angaben der Umweltverbände 56 Bundestagsabgeordnete sowie namhafte Politiker aller Fraktionen wie Monika Griefahn (SPD), Renate Künast (Grüne), Lothar Bisky (Linkspartei) und Joseph Göppel (CSU). Auch Prominente wie der Schauspieler Manfred Krug, der mit dem alternativen Nobelpreises geehrte Biologe Michael Succow und der Sänger Gerhard Schöne hätten unterschrieben.

Die Lacomaer Teichlandschaft war den Angaben zufolge 1968 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und 2004 als Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet (FFH) an die EU-Kommission gemeldet worden. Rene Schuster von der Grünen Liga sagte, dass in den Teichen etwa 5000 Exemplare der streng geschützten Rotbauchunke leben. Die Teichlandschaft sei damit eines der deutschlandweit größten Vorkommen dieser Art.

Bettina Dannheim, Energiereferentin von "Robin Wood", sagte, Braunkohle sei der klimaschädlichste Energieträger. Zudem zähle das Kraftwerk Jänschwalde, in dem die Kohle verstromt werden soll, "zu den uneffizientesten und dreckigsten in ganz Europa". Der BUND-Energieexperte Thorben Becker forderte die Landesregierung auf, "die notwendige Energiewende" einzuleiten.