Emissionshandel

UBA veröffentlicht CO2-Emissionen der Unternehmen für 2006

Der CO2-Ausstoß der am Emissionshandel teilnehmenden Anlagen sind nun im Nationalen Emissionshandelsregisters der DEHSt einsehbar. Dort finden sich Angaben darüber, wie viele Emissionsberechtigungen ein Anlagenbetreiber unentgeltlich erhielt und wie viel CO2 die Anlage in 2005 und 2006 tatsächlich emittierte.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Mit der jährlichen Bilanzierung gewährt der Emissionshandel ein hohes Maß an Transparenz", meint Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). Bis auf wenige Ausnahmen haben die Unternehmen eine ausreichende Zahl an Emissionsberechtigungen rechtzeitig an die Deutschen Emissionshandelstelle (DEHSt) im UBA zurückgegeben. In den verbleibenden Fällen werde geprüft, ob eine Sanktion in Höhe von 40 Euro für jede fehlende Berechtigung notwendig wird, wie es die europäischen Regeln vorsehen.

Insgesamt gab es einen leichten Anstieg der Gesamtemissionen um 0,8 Prozent auf 477,4 Millionen Tonnen CO2 im Emissionshandelssektor gegenüber dem Vorjahr, teilt das UBA mit. Dies bestätige den Gesamttrend der CO2-Emissionen in Deutschland. Der Anstieg fällt im Vergleich zum Wirtschaftswachstum des Jahres 2006 – dieses lag bei 2,5 Prozent – jedoch deutlich unterproportional aus. Für einen Teil des Anstiegs seien dabei neu in den Markt getretene Anlagen verantwortlich, die zusätzliche Emissionsberechtigungen aus der Nationalen Reserve erhielten.

Die DEHSt im UBA hat eine zentrale Rolle beim Emissionshandel, sie teilt unter anderem die national zur Verfügung stehenden Zertifikate an die in Deutschland teilnehmenden Anlagen zu und führt die Handelskonten. Die DEHSt erfasst zudem Daten über die Emissionen der Anlagen, prüft diese Zahlen und macht sie der Öffentlichkeit verfügbar.