Nebenwirkung der Behaglichkeit

UBA: Feinstaub aus Kaminen und Holzöfen verringern

Moderne Holzfeuerungsanlagen, strengere Auflagen und mehr Aufklärung sollen gegen den gesundheitsschädlichen Feinstaub aus Kaminen und Holzöfen helfen, fordert das Umweltbundesamt. Den Verwendern sollte klar sein, dass diese günstige Heizart nicht nur Vorteile bietet. Sie sollten vorallem auf den Brennstoff achten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Dessau (red) - Immer mehr private Haushalte und kleine Gewerbebetriebe heizen mit Holz. Das sei zwar gut fürs Klima, denn Holz setze bei seiner Verbrennung nur soviel klimaschädliches Kohlendioxid frei, wie vorher beim Pflanzenwachstum im Holz gebunden wurde. Aber: Die Holzfeuerungsanlagen würden in Deutschland insgesamt etwa soviel gesundheitsschädlichen Feinstaub ausstoßen, wie die Motoren von Pkw, Lkw und Motorrädern. Das Umweltbundesamt (UBA) hat sich daher dafür ausgesprochen, die Holzfeuerungsanlagen sauberer zu gestalten.

"Der Ausstoß des Feinstaubes muss drastisch abnehmen", hieß es vom UBA. Moderne Öfen, strengere Auflagen für den Betrieb kleiner Holzfeuerungen und eine bessere Aufklärung sollen dabei helfen. Ein wichtiger Ansatzpunkt sei die von der Bundesregierung geplante Novellierung der gesetzlichen Regelungen für kleine Holzfeuerungsanlagen. Darin gebe es einige Möglichkeiten, etwa die Festlegung von Emissionsgrenzwerten und Mindestwirkungsgraden für alle Einzelraumfeuerstätten oder die Verschärfung der Grenzwerte für den Ausstoß von Staub.

Laut UBA gibt es auf dem Markt bereits moderne Holzfeuerungsanlagen, die relativ geringe Feinstaubemissionen verursachen. Dazu zählten in erster Linie mit Holzpellets betriebene Feuerungen. Besonders emissionsarme Pelletöfen und -heizkessel können das Umweltzeichen "Blauer Engel" erhalten.

Ausführlichere Informationen zum Thema hat das Umweltbundesamt in dem achtseitigen Hintergrundpapier "Die Nebenwirkungen der Behaglichkeit: Feinstaub aus Kamin und Holzofen" zusammengefasst.