Preissteigerungen

UBA: EEG-Umlage nicht schuld an teurem Strom

Die steigende EEG-Umlage wird von vielen Stromanbietern zur Erklärung herangezogen, wenn sie ihren Kunden Preiserhöhungen ankündigen. Berechnungen des Umweltbundesamts zeigen jedoch, dass die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien nur einen geringen Anteil an den steigenden Strompreisen hat.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München/Dessau (red) - Deutlich mehr trugen in den vergangenen Jahren die Kosten für Stromerzeugung, Transport und Vertrieb zu den Preissteigerungen bei. 85 Prozent seien anderen Gründen als der Förderung der Erneuerbaren geschuldet, zitiert der Focus das Umweltbundesamt (UBA).

Kostensenkende Effekte werden nicht weitergegeben

Viele Stromanbieter würden jedoch die EEG-Umlage als Vorwand nutzen. Tatsächlich habe der Ökostrom-Ausbau sogar zu Preissenkungen an der Strombörse geführt, so UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Die kostendämpfenden Effekte würden jedoch nicht an den Verbraucher weitergegeben. Lediglich die Solarförderung sei in den vergangenen Jahren zu hoch gewesen, worauf man mit Kürzungen bereits reagiert habe. Gesamtwirtschaftliche Aspekte kämen bei der Diskussion um Ökostrom zu kurz.

Die EEG-Umlage wird 2012 wieder geringfügig steigen, von 3,53 auf 3,59 Cent pro Kilowattstunde.