Standpunkt

UBA: Deutsche Behörden sollen auf grünen Strom setzen

Der Präsident des Umweltbundesamts, Andreas Troge, hat Bund, Länder und Gemeinden aufgefordert, mit gutem Beispiel voran zu gehen: So sollten alle Behörden bei der Modernisierung ihres Fuhrparks nur auf klimaschonende Fahrzeuge setzen und bei der Stromversorgung Ökostrom bevorzugen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Osnabrück (ddp/sm) - Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Andreas Troge, hat Bund, Länder und Gemeinden aufgefordert, bei der Energieversorgung verstärkt auf "grünen Strom" zu setzen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe) sagte Troge, der Staat müsse mit Blick auf den Klimawandel "den Worten Taten folgen lassen" und Energie aus Wind, Wasser und Biomasse nutzen. Dies mache das Bundesumweltministerium schon seit einigen Jahren vor. Wer auf grünen Strom setze, "schont das Klima - und das zu durchaus wettbewerbsfähigen Preisen", sagte der UBA-Präsident.

Der Staat müsse zeigen, dass er "es ernst meint mit dem Klimaschutz", forderte Troge. So sollten alle Behörden bei der Modernisierung ihres großen Fuhrparks grundsätzlich auf moderne, das Klima möglichst wenig belastende Fahrzeuge setzen. Dies habe dann auch Auswirkungen auf die Autoindustrie. Diese werde "schnell umschwenken", falls die öffentliche Hand anfinge, nur noch Autos zu kaufen, die wenig verbrauchen.

Auch solle der Staat darauf bestehen, dass die Klimaanlagen ihrer Fahrzeuge mit Kohlendioxid arbeiten und nicht mit dem sehr viel klimaschädlicheren, fluorierten Treibhausgasen.