Erstes Jahr

UBA-Bilanz: 90 Millionen Emissionsrechte transferiert

Die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (DEHSt) zieht ein Jahr nach Einführung des europäischen Emissionshandels eine positive Bilanz des neuen Klimaschutzinstrumentes: Laut nationalem Emissionshandelsregister haben Kontoinhaber über 90 Millionen Emissionsberechtigungen übertragen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dessau (red) - Das seien etwa 18 Prozent der in Deutschland 2005 ausgegebenen Emissionsberechtigungen. Das tatsächliche Handelsvolumen sei allerdings höher, da sich nicht jeder privatwirtschaftliche Handel sofort im Register abbilde. "Die Belastung der Umwelt, der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid ist jetzt Thema für die Finanzvorstände", kommentierte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA).

Das Emissionshandelsregister der DEHSt im UBA ist mit einem Online-Banking System vergleichbar. Es bildet den Besitz der Emissionsberechtigungen ab, über die jede der über 1800 am Emissionshandel teilnehmenden Anlagen verfügen muss. Das Konto ist unter anderem erforderlich, um die Emissionsberechtigungen jährlich abrechnen zu können. Alle Anlagenbetreiber führen ein derartiges Konto, aber auch Bürger oder Organisationen können ein eigenes Konto eröffnen, um Emissionsberechtigungen zu erwerben. 2005 taten dies 130 Personen und Organisationen, die Kontoführung kostet einmalig 200 Euro für die gesamte Handelsperiode 2005-2007 und deckt alle Kontokosten und Serviceleistungen ab.

"Besonders positiv bewerten wir die europaweite Zusammenarbeit", erläuterte Dr. Hans-Jürgen Nantke, Leiter der DEHSt. Die Transaktionen koordiniert - elektronisch vernetzt - ein europäisches Zentralregister: Das so genannte Community Independent Transaction Log (CITL) verbindet derzeit 17 nationale Emissionshandelsregister und ist bereits für den Handel mit Emissionszertifikaten aus den projektbasierten Mechanismen des Kyoto-Protokolls - Joint Implementation und Clean Development Mechanism - vorbereitet.

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