Strahlende Zukunft?

TV-Tipp: Das radioaktive Erbe

Mit der Frage "Wie lässt sich der Atommüll entsorgen?" beschäftigt sich am Mittwochabend das ZDF-Magazin "Joachim Bublath" ab 22.15 Uhr. Es erläutert die Problematik und vergleicht mögliche Lösungen für den Umgang mit radioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken und Forschungseinrichtungen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (red) - Auch wenn in der Zukunft die Kernkraftwerke abgeschaltet werden sollten, bleibt der radioaktive Abfall als Problem bestehen. Jährlich fallen mehrere hundert Tonnen davon in Deutschland an. Hinzu kommt: Früher wurden die abgebrannten Brennstäbe aus den deutschen Kernkraftwerken nach Frankreich oder England geschickt, wo die Wiederaufarbeitung stattfand. Diese hochradioaktiven Reste kommen mit den Castortransporten nach Deutschland zurück - und das wird auch über Jahre noch so bleiben.

Seit Juli vergangenen Jahres werden die abgebrannten Brennstäbe aus den Kernkraftwerken direkt in Hallen zwischengelagert - ohne Wiederaufarbeitung. Dadurch verschärft sich die Problematik weiter, da das Volumen des hochradioaktiven Abfalls schneller zunimmt. Was soll nun damit geschehen? Gorleben wurde als Endlager anvisiert und wissenschaftlich untersucht - doch inzwischen wurde das Projekt offenbar auf Eis gelegt. Die Frage des Endlagers bleibt offen, dabei wäre es an der Zeit, eine Lösung zu finden.

Auch in Industrie, Medizin und Forschung fallen radioaktive Abfälle an. Zwar sind diese nur schwach- und mittelradioaktiv, doch die Mengen sind um ein Vielfaches höher als beim hochradioaktiven Abfall. Auch an diesem Punkt gibt es noch keine politische Entscheidung für ein Endlager - und der radioaktive Müll wächst indessen in Zwischenlagern immer weiter an.

Deutschland ist nicht das einzige Land, das mit der Last des radioaktiven Erbes zu kämpfen hat. Welche Konzepte die Nachbarländer haben und ob das vielleicht auch Lösungsansätze für Deutschland sind, zeigt "Joachim Bublath" ebenfalls.

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