Stand-by-Verbrauch

TV, Hifi und Co.: Ganz ausschalten schont den Geldbeutel

Fernseher, DVD-Player und Computer sollte man nicht längere Zeit im Stand-by-Betrieb laufen lassen. Außerdem ist es ratsam, schon beim Kauf neuer Geräte auf den Stromverbrauch zu achten, das spart über die Lebenszeit des Gerätes Geld, rät der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW).

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (red) - Zehn Prozent des Stroms eines Drei-Personen-Haushaltes verbraucht regelmäßig die eingesetzte Elektronik, informiert der VBEW. Dabei gibt es ein großes Einsparpotential. Sparmaßnahme Nummer Eins ist der Verzicht auf Stand-by. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat errechnet, dass eine Hifi-Anlage zusammen mit einem Fernseher älterer Bauart und einem DVD-Player rund 30 Euro Stromkosten pro Jahr im Stand-by-Betrieb verursachen. Hochgerechnet auf alle elektronischen Geräte zur Unterhaltung, Telekommunikation und Information können jährlich bis zu 100 Euro zusammen kommen.

Es kann sich also für die Haushaltskasse lohnen, nachts oder bei Abwesenheit Stand-by-Geräte mit dem Ausschalter ganz vom Netz zu trennen. Geräte ohne Schalter, die nicht permanent Strom benötigen, werden am Besten mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste "in den Tiefschlaf" geschickt. Der Stand-by-Verbrauch wird so um bis zu 90 Prozent reduziert.

Wichtig ist es außerdem, bereits beim Kauf auf den Energieverbrauch zu achten. Falls dieser nicht ersichtlich ist, sollte beim Verkäufer nachgefragt werden. Moderne Unterhaltungselektronik benötigt wenig Strom, auch im Stand-by-Betrieb. Sparsame Fernseher begnügen sich mit rund 0,3 Watt, ältere benötigen ein Vielfaches davon. Auch gilt: Je größer der Bildschirm des Fernsehers ist, desto höher ist der Stromverbrauch.

Zusatztipp des VBEW: Den heimlichen Stand-by-Verbrauch aufspüren! Nicht immer ist Stand-by-Verbrauch durch Lämpchen am Gerät erkennbar. Zu fühlen ist er aber regelmäßig an warmen Netzgeräten.