Heizkosten sparen

TÜV rät zum Austausch der alten Heizung

Seit Januar 2009 gelten strenge Regeln bezüglich der Heizung für Neubauten. Die Nutzung erneuerbarer Energien ist Pflicht. Ohnehin rät der TÜV Rheinland, veraltete Heizkessel auszutauschen, denn moderne Heizungen arbeiten viel effizienter und kostengünstiger als alte Systeme.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Gas- und Ölheizkessel, die über 15 Jahre alt sind, verbrauchen extrem viel Energie, das geht zu Lasten des Geldbeutels und der Umwelt. "Durch den Einbau eines effizienteren Heizsystems lassen sich Heizkosten und CO2-Ausstoß deutlich senken", betont Pascal Klein von TÜV Rheinland. Zwar schlägt eine moderne Brennwertkessel- oder Niedrigtemperaturanlage mit rund 4.000 bis 5.000 Euro zu Buche, was man jedoch durch die eingesparten Energiekosten bald wieder raus hat.

Günstiger Heizen mit Wärmepumpe oder Holzpellets

In einem Einfamilienhaus mit einer jährlichen Heizleistung von 20 Kilowattstunden lassen sich mit einem effizienten Heizsystem umgerechnet etwa 1.000 Liter Öl oder 1.500 Kubikmeter Gas sparen, so Klein. "Mit einer Wärmepumpe wird die Heizenergie direkt aus dem Erdboden, dem Grundwasser oder der Luft gezogen und die Temperatur auf das Heizniveau hochgepumpt", erklärt der Energieexperte. Trotz höherer Stromkosten, die für den Betrieb der Anlage anfallen, ist sie sparsamer als eine Gasheizung. Immerhin gut ein Drittel günstiger als Erdgas sind auch Pelletheizungen. Sie gewinnen ihre Energie aus Holzspänen oder Sägemehl, die zu kleinen Röllchen gepresst werden.

Gesetz schreibt Nutzung erneuerbarer Energien vor

Seit Januar 2009 müssen Neubauten laut dem "Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz" (EEWärmeG) zu einem gewissen Anteil mit Solarwärme, Biomasse oder Geothermie beheizt werden. Bei Solarmodulen etwa gilt: Bei 100 Quadratmetern Wohnfläche ist ein 4 Quadratmeter großer Kollektor erforderlich. Wer feste oder flüssige Biomasse oder Geothermie nutzt, muss den Wärmebedarf zu mindestens 50 Prozent daraus decken, 30 Prozent sind es bei gasförmiger Biomasse. Wenn der Bauherr den Einsatz erneuerbarer Energien nicht wünscht, kann er auch alternative Baumaßnahmen vornehmen, etwa eine stärkere Dämmung.

Bußgeld bei Verstoß gegen Wärmegesetz

Verstößt man gegen das Wärmegesetz, ist ein Bußgeld fällig. Wer sich für eine neue Heizung entscheidet, sollte zugleich auch andere Sanierungsmaßnahmen in Betracht ziehen, etwa die Dämmung von Kellerdecken oder den Austausch von alten Rohrleitungen. TÜV Rheinland berät Hausbesitzer, welche Maßnahmen geeignet sind, um eine maximale Energieeinsparung zu erreichen und den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden.