Sauberer Strom vom Dach

TÜV rät: Nur zertifizierte Solarmodule nutzen

Mehr als zwei Millionen Haushalte in Deutschland nutzen bereits die Sonne als kostenlose Stromquelle. Der TÜV rät Hausbesitzern, die eine Solaranlage installieren lassen möchten, auf das internationale Qualitätssiegel gemäß IEC zu achten. Das gebe Gewissheit, "dass die Anlage effizient arbeitet und lange hält".

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Köln (red) - Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wird der Hauseigentümer selbst zum Energielieferanten und schont damit Umwelt und Geldbeutel. Doch Vorsicht: "Bei der Vielzahl von Herstellern kann der Laie schnell den Überblick verlieren", sagt Jörg Althaus, Fachmann für regenerative Energien bei TÜV Rheinland. Bei der Anschaffung lohne es sich, auf das internationale Qualitätssiegel gemäß IEC zu achten. Vergeben wird es vielfach von den TÜV Rheinland-Experten, die derzeit 70 Prozent aller Hersteller weltweit zertifizieren.

Rund 20.000 Euro kostet eine 32 Quadratmeter große Photovoltaikanlage im Schnitt, die den Strombedarf eines Vier-Personen-Haushalts deckt. "Die Module lassen sich innerhalb eines Tages und in der Regel ohne eine spezielle Baugenehmigung installieren", sagt der Solarexperte. Unter optimalen Bedingungen - das heißt bei Dächern mit Südlage, die einen Neigungswinkel zur Sonne von 30 Grad haben - zahle sich die Investition nach 10 bis 15 Jahren aus.

Wenn das Dach spitzwinkliger ist oder teilweise im Schatten liegt, ist der Wirkungsgrad der Module geringer. Auch dann kann sich aber eine solche Anlage rechnen. "Der Eigentümer erhält pro Kilowattstunde selbst genutzten Strom 25,01 Cent vom Stromversorger", erklärt Althaus. Alternativ kann er den erzeugten Strom gegen eine Vergütung auch in das örtliche Stromnetz einspeisen. Ein weiterer Anreiz für eine eigene Photovoltaikanlage seien die zinsgünstigen Darlehen der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).