Juni-Zahlen

Trotz steigender Mineralölpreise abgeschwächte Inflation

Der Inflationsrate in Deutschland hat sich im Juni trotz steigender Preise für Mineralölprodukte etwas abgeschwächt. Die Preise für Mineralölprodukte lagen auch im Juni erheblich über dem Vorjahresniveau, doch die Preise für Gas sowie die Umlagen für Fernwärme wirkten inflationsabschwächend.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/red) - Die Verbraucherpreise erhöhten sich nach endgültigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte und damit erwartungsgemäß seine vorläufigen Angaben von Ende Juni bestätigte. Auf Monatssicht betrug das Plus 0,1 Prozent. Im Mai hatte die Jahresteuerung 1,2 und im April 1,0 Prozent betragen.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im Juni um 0,8 Prozent höher als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat stagnierte der HVPI. Die erste Schätzung wurde damit ebenfalls bestätigt.

Maßgeblich bestimmt wurde die Inflationsrate im Juni nach Angaben der Statistiker erneut von der Preisentwicklung bei Energie. Die Preise für Mineralölprodukte lagen mit einem Zuwachs um 11,4 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau. Dabei verteuerten sich leichtes Heizöl um 23,5 und Kraftstoffe um 8,5 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte hätte die Jahresteuerungsrate bei 0,4 Prozent gelegen. Die binnen Jahresfrist rückläufigen Gaspreise (minus 8,9 Prozent) sowie für Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (minus 10,6 Prozent) wirken dagegen inflationsdämpfend.