Keine Neukalkulation in Sicht

Trotz sinkender Kosten: Strompreise bleiben konstant

Selbst bei sinkenden Kosten für Stromerzeuger und Stadtwerke können die deutschen Stromverbraucher zunächst nicht mit niedrigeren Strompreisen rechnen. Das ergab eine FAZ-Umfrage bei zwölf großen deutsche Versorgern - keines plant aufgrund aktueller Entwicklungen eine Neukalkulation der Strompreise.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Frankfurt/Leipzig/Berlin (red) - Die Preise für Emissionszertifikate sind in den vergangenen Tagen drastisch gesunken und die auch die Großhandelspreise an den Strombörsen brachen ein. Dennoch bedeutet das nicht gleichzeitig auch sinkende Strompreise für Verbraucher oder Industrie, da sind sich die Experten einig.

Eine Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter den zwölf größten deutschen Energieversorgern ergab, dass eine Neukalkulation der Strompreise momentan nicht geplant sei. Damit behalten die derzeitigen Strompreise, die zu Jahresbeginn vielerorts auch mit dem Blick auf die teuren Kohlendioxidzertifikate erhöht werden durften, zunächst gültig. Freuen können sich indes die hessischen Stromverbraucher, zum Teil auch Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern. Die jeweils für die Genehmigung zuständigen Wirtschaftsminister Rhiel und Ebnet haben bisher diverse Anträge auf Strompreiserhöhungen nicht genehmigt und dürften sich durch die aktuellen Entwicklungen bestätigt fühlen.

Der Grund für die von 29 auf elf Euro innerhalb einer Woche gesunkenen Emissionszertifikate liegt in der Veröffentlichung der Erfahrungsberichte verschiedener europäischer Länder. Sie ergab, dass allerorten mehr Zertifikate als benötigt zugeteilt worden waren. Deutschland will seine Bilanz Mitte Mai veröffentlichen.

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