Preisentwicklung

Trotz niedriger Inflationsrate stiegen die Strompreise

Die Inflationsrate ist kaum gestiegen und seit Juni fast stabil. Energie wurde zwar insgesamt billiger, besonders die Mineralölpreise sind gefallen. Strom ist aber deutlich teurer geworden.

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Wiesbaden (ddp/red) – Die Inflationsrate liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau berichtet das Statistische Bundesamt am Donnerstag. Im Mai 2009 hatte die Teuerungsrate bei 0,0 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent.

Öl wurde vergleichsweise wenig teurer

Den Statistikern zufolge ist die niedrige Inflationsrate nach wie vor durch besonders starke Preisschwankungen bei Mineralölprodukten geprägt. Obwohl der Preisverfall seit einigen Monaten gestoppt worden sei und im Juni deutliche Preisanstiege gegenüber dem Vormonat ermittelt worden seien, lägen die Preise für Mineralölerzeugnisse immer noch weit unterhalb der Rekordniveaus aus dem Vorjahr.

Im Vorjahr kostete Energie deutlich mehr

Den Angaben zufolge sind die Energiepreise insgesamt um 7,9 Prozent gegenüber Juni 2008 gefallen. Erhebliche Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr hätten vor allem die Mineralölprodukte aufgewiesen. Dagegen habe bei Haushaltsenergie vor allem Strom deutlich mehr als ein Jahr zuvor gekostet. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung für Energie hätte die Inflationsrate bei 1,1 Prozent gelegen, so die Statistiker.