Steinkohle-Bergbau

Trotz Ausstieg: Bergmann-Azubi blickt optimistisch in die Zukunft

Die Politik hat den Ausstieg aus dem Bergbau im Ruhrgebiet besiegelt. Spätestens 2018 soll voraussichtlich "Schicht im Schacht" sein. Doch viele junge Leute im Ruhrgebiet lassen sich davon nicht abschrecken. Rund 2000 Azubis zählt die Deutsche Steinkohle AG (DSK) derzeit in NRW.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamm (ddp-nrw/sm) - Einer von ihnen ist Hendrik Hildebrand. Der 18-Jährige lässt sich im Bergwerk Ost in Hamm zum Bergmechaniker ausbilden. In die Zukunft blickt er optimistisch - zu Recht wie sein Ausbildungsleiter Udo Rehrmann findet. "Selbst wenn es künftig in Deutschland keinen Kohle-Bergbau mehr geben sollte, haben unsere Auszubildenden gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt", sagt Rehrmann. Hildebrand könne beispielsweise im Tunnelbau oder in Salzbergwerken arbeiten. "Außerdem kann er sich in jedem Metallberuf bewerben. Das nötige Rüstzeug dafür hat er in seinem ersten Lehrjahr über Tage erhalten."

Auch Hildebrand hat keine Angst vor der Zukunft. "Man muss immer nach vorne schauen", sagt der junge Mann. Sein Traum ist es, noch viele Jahre in Deutschland in einem Kohle-Bergwerk zu arbeiten. Sollte das nicht möglich sein, will er notfalls der Kohle hinterher reisen. "Oder ich baue in Zukunft Salz ab."