Trittin und Bsirske: Atomausstieg wird sozialverträglich gestaltet

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Bundesumweltminister Jürgen Trittin und ÖTV-Chef Frank Bsirske sind gestern zu einem Meinungsaustausch zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen der Energiepolitik und der Umsetzung der Atomkonsensvereinbarung. Beide Seiten waren sich einig, dass der Atomausstieg sozialverträglich gestaltet werden muss und alle Möglichkeiten ausgelotet werden sollen, die Arbeitsplätze an den betroffenen Standorten zu sichern bzw. neue zu schaffen. Im Hinblick auf mögliche Transporte von Atommüll im Frühjahr 2001 bekräftigten beide ihr Ziel, Atomtransporte drastisch zu reduzieren.


Jürgen Trittin und Frank Bsirske stimmten darin überein, dass der Beitrag der Kraft-Wärme-Kopplung zur Stromerzeugung deutlich erhöht werden müsse. Ohne KWK sei das Klimaschutzziel nicht zu erreichen und zugleich könnten zusätzliche Arbeitsplätze im Energiesektor und anderen Bereichen geschaffen werden. Die Gesprächspartner haben vereinbart, eine hochrangige gemeinsame Arbeitsgruppe einzurichten. Sie soll - beginnend mit dem gemeinsamen Interesse an der Sicherung und dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung - die Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Gewerkschaft in Fragen der Klima- und Energiepolitik weiter verbessern.