Arbeitsmarkt

Trittin: Umweltschutz schafft Arbeitsplätze

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich gegenüber der Bild am Sonntag gegen den Vorwurf gewehrt, die Politik der Grünen behindere den ökonomischen Aufschwung. Das Gegenteil sei der Fall: Deutschland sei im Bereich der regenerativen Energien führend - ein Wissen, das sich in den kommenden Jahren noch mehr auszahlen werde.

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Hamburg (ddp/sm) - Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) wendet sich gegen die Einschätzung, die Politik der Grünen behindere den wirtschaftlichen Aufschwung. "Umweltschutz verhindert keine Jobs, sondern schafft Arbeit, vor allem im Mittelstand", sagte Trittin der "Bild am Sonntag". Er betonte: "Seit wir regieren, sind bei erneuerbaren Energien 120.000 Arbeitsplätze entstanden". Wenn der weltweite Boom anhalte, fänden in 15 Jahren 400.000 Menschen in Deutschland in dieser Branche Arbeit.

Auch die Nutzung der Biomasse sei ein Wachstumsmarkt. "Auf dem Land und im Anlagenbau werden dafür viele Arbeitsplätze entstehen", sagte der Grünen-Politiker. Er fügte hinzu: "Gleichzeitig macht uns die Produktion von Biogas unabhängiger vom Öl".

Trittin verteidigte die deutschen Umweltstandards. In wenigen Jahren müssten die EU-Beitrittsländer die gleichen Standards erfüllen. "Das schafft Arbeit bei uns, denn wir sind führend in Umwelttechnik", sagte der Minister. Allein in Polen würden 30 Milliarden Euro in Anlagenbau, Abwasserreinigung und Müllkraftwerke investiert. Bis 2015 summiere sich das in Osteuropa auf 240 Milliarden Euro. Hier sei ein riesiger Markt für die "hervorragende deutsche Technik" entstanden. "Unsere hohen Umweltstandards werden uns auch auf Wachstumsmärkten wie China eine Menge Aufträge bringen", sagte Trittin abschließend.