Trittin: Stilllegung von Stade begünstigt den Ausbau von regenerativen Energien

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Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Absicht der E.ON-Energie AG, das Atomkraftwerk Stade noch vor Ablauf der Betriebsgenehmigung vom Netz zu nehmen (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier), begrüßt. "Wenn einer der ältesten Reaktoren vom Netz geht, ist dies ein Zugewinn an Sicherheit. Dies ist eine unmittelbare Folge der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni dieses Jahres. Der Atomkonsens entfaltet die erhoffte Wirkung, und die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende tut ein übriges," freut sich Trittin.


Der Minister verweist darauf, dass die Wirtschaftlichkeit von Stade zum einen durch die Begrenzung der noch zu produzierenden Strommenge in Frage gestellt worden sei. Zum anderen sorge der gezielte Aufbau regenerativer Energien und die Förderung effizienter Kraftwerkstechnologie für zukunftsfähige Ersatzkapazitäten. "Allein der von der Bundesregierung angestoßene Zuwachs an installierter Windenergie-Leistung von 1600 Megawatt im Jahr 1999 übertrifft die Nennleistung von Stade um ein Mehrfaches." Für die Zukunft kommt es nach Trittins Worten noch mehr darauf an, Strom aus regenerativen Quellen mit Strom aus hocheffizienten Gas- und Dampfkraftwerken (GuD) zu kombinieren, um AKW-Leistung auch unter Kostenaspekten ersetzen zu können.


Trittin zeigt sich überzeugt: "Diese Energiewende schafft Arbeitsplätze. Untersuchungen zeigen, dass von der Umstrukturierung der Energieversorgung mittel- und langfristig massive Arbeitsplatzeffekte ausgehen. Die Prognos AG schätzt das Potenzial auf 155 500 Arbeitsplätze innerhalb der nächsten fünf Jahre und auf weitere 195 000 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 ein."