Trittin sprach mit Polizeigewerkschaftlern

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Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat mit Blick auf mögliche Atommüll-Transporte großes Verständnis für die Besorgnisse von Polizeibeamten geäußert, die zur Begleitung solcher Transporte eingesetzt werden. In einem Gespräch mit Polizeigewerkschaftern versicherte Trittin, dass die Bundesregierung alle notwendigen Schritte unternommen hat, damit die internationalen Strahlen-Grenzwerte für die gesamte Dauer eines Transportes eingehalten werden. Der Bundesumweltminister nannte die Vereinbarung zum Atomausstieg zwischen der Bundesregierung und den Energiekonzernen das Instrument, um die Zahl der Atomtransporte drastisch zu reduzieren.


Gegenüber dem Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Gerhard Vogler, und dem Vorsitzenden des Bundesgrenzschutzverbandes, Knut Paul, sagte der Minister: "Viele Beamte fragen sich mit Recht, ob sie bei der Begleitung von Castor-Transporten einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt sind. Nicht wenige befürchten, zwischen Castoren und Atomkraftgegnern zerrieben zu werden. Wir haben aber eine klare Perspektive für den Atomausstieg geschaffen. Ich bin zuversichtlich, dass dadurch die Abwicklung unvermeidlicher Transporte eine höhere Akzeptanz in der Gesellschaft findet. Die zügige Errichtung von Zwischenlagern, die inzwischen für fast alle Kraftwerkstandorte beantragt sind, und der Verzicht auf die Wiederaufarbeitung wird die Atomtransporte mittelfristig um zwei Drittel senken."