Neue Studie

Trittin sieht wirtschaftliche Vorteile bei erneuerbaren Energien

Die heute in Berlin vorgestellte Studie "Ökologisch optimierter Ausbau der erneuerbaren Energien" kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzungspotenziale der erneuerbaren Energien selbst unter strengen Umweltschutzkriterien beträchtlich seien. Aus diesem Grund will Trittin den Ausbau weiter vorantreiben.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien bringt nach Überzeugung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) enorme wirtschaftliche Vorteile mit sich. Langfristig gesehen sei der Ausbau der erneuerbaren Energien "nicht nur unter umweltpolitischen Gesichtspunkten vorteilhaft, sondern auch aus volkswirtschaftlicher Sicht einer Strategie vorzuziehen, die vorwiegend auf fossile Energien setzt", sagte Trittin am Donnerstag bei der Vorstellung einer Studie in Berlin.

Die Energiekosten könnten sich durch die Abkopplung von fossilen Brennstoffen langfristig um mehrere Milliarden Euro verringern, sagte Trittin. Die Studie komme zu dem Ergebnis, dass die Nutzungspotenziale der erneuerbaren selbst unter strengen Umweltschutzkriterien beträchtlich seien.

Trittin kündigte an, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben und den Anteil am Stromverbrauch bis 2020 auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. Bis 2050 könnten es bereits 65 Prozent sein. Heute sind es den Angaben zufolge acht Prozent. "Wer immer noch einen Widerspruch zwischen Ökonomie und Ökologie konstruiert, denkt rückwärtsgewandt", betonte Trittin.

Die Studie "Ökologisch optimierter Ausbau der erneuerbaren Energien" wurde im Auftrag des Bundesumweltministeriums vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Institut für Energie- und Umweltforschung und dem Institut für Klima, Energie und Umwelt erstellt.

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