Rekord

Trittin: Ölpreis rechtfertigt Subventionierung alternativer Energien

Bundesumweltminister Jürgen Trittin verwies in der "Welt am Sonntag" darauf, dass der Preis für Rohöl in dieser Woche einen neuen Rekord erreichte. Deshalb sei es wichtig, "dass wir uns unabhängiger vom Öl und anderen fossilen Energieträgern machen". Windenergie sei heute schon preiswerter als Strom aus Kohlekraftwerken.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) verwahrt sich gegen Vorwürfe der FDP, die Grünen übersubventionierten die Windenergie. In der "Welt am Sonntag" verwies er darauf, dass der Preis für Rohöl in dieser Woche einen neuen Rekord erreichte.

"Der aktuelle Ölpreis-Schub betätigt, wie wichtig es ist, dass wir uns unabhängiger vom Öl und anderen fossilen Energieträgern machen", erläuterte der Umweltminister und fügte an: "Deswegen ist es richtig, dass wir in Deutschland massiv auf erneuerbare Energien setzen."

Bis zum Jahr 2020 sollten 20 Prozent des heutigen Strombedarfs durch Energie aus Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Biomasse gedeckt werden, forderte Trittin. "Das gleiche Ziel hat sich jetzt übrigens der demokratische US-Präsidentschaftskandidat John Kerry gesetzt", fügte er hinzu.

Windenergie sei heute schon preiswerter als Strom aus Kohlekraftwerken. Eine Kilowattstunde Windenergie koste 7 bis 8 Cent, eine Kilowattstunde Steinkohlestrom dagegen 8,2 Cent, sagte der Umweltminister.