Lehrter Bahnhof

Trittin nimmt Berlins größte Photovoltaikanlage in Betrieb

Bei der Einweihung der 1870 Quadratmeter großen Solaranlage auf dem Lehrter Stadtbahnhof in Berlin hat Umweltminister Trittin erneut bekräftigt, auch nach Auslaufen des 100 000 Dächer-Programms die Solarenergie fördern zu wollen. Dazu sollen bei der anstehenden Reform des EEG die Fördersätze für kleine Anlagen auf Hausdächern weiter differenziert werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

"Um das enorme Potenzial der Solarenergie auch nutzen zu können, kommt es vor allem darauf an, die Technologien zu optimieren, die Qualität und Wirkungsgrade der Anlagen zu steigern und die Kosten insgesamt zu senken", sagte Umweltminister Jürgen Trittin heute bei der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage am Lehrter Bahnhof in Berlin. Er bekräftigte erneut, den Ausbau der Solarenergie weiter fördern zu wollen.

Allein durch die gesteigerte Nachfrage sei es gelungen, die Preise für Solarzellen in den vergangenen drei Jahren um knapp 20 Prozent zu senken. Dies reiche allerdings noch nicht aus, um mit den Kosten für den erzeugten Solarstrom in die Nähe der Wirtschaftlichkeit zu kommen. "Deshalb brauchen wir einen anhaltenden Nachfrageimpuls", unterstrich Trittin. Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung werden der Solarenergie weltweit die grössten Ausbaupotenziale zugeschrieben.

Die von der Deutschen Bahn AG mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und der E.ON AG errichtete Photovoltaikanlage am Lehrter Bahnhof ist die größte Berlins. Sie wurde auf einer Fläche von knapp 1870 Quadratmeter in das Ost-West-Glasdach über den Gleisen integriert und ist auf die Erzeugung von fast 160 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr ausgelegt.

Bisher wurde der Ausbau der Photovoltaik sowohl mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) als auch mit dem 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm gefördert. Das ist jetzt ausgelaufen. Bei der anstehenden Reform des EEG sollen die Fördersätze für kleine Anlagen auf Hausdächern weiter differenziert werden. Für Photovoltaikanlagen am Boden soll eine geringere Einspeisevergütung erfolgen. Damit soll ein Anreiz zum Bau großer ebenerdiger Anlagen von mehr als 100 Kilowatt geschaffen werden.