Energetischen Modernisierung

Trittin für mehr Klimaschutz am Bau

Zur Eröffnung einer Tagung der Grünen-Bundestagsfraktion zum Klimaschutz am Bau wies Umweltminister Jürgen Trittin heute in Berlin auf die Bedeutung verstärkter Anstrengungen zum Klimaschutz im Gebäudebereich hin. Gerade im Gebäudebereich mit langfristigen Investitionszyklen sei rasches Handeln besonders wichtig.

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Berlin (red) - Auf die Bedeutung verstärkter Anstrengungen zum Klimaschutz im Gebäudebereich hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin hingewiesen. "In kaum einem anderen Sektor des Klimaschutzes gehen Arbeit und Umwelt so offensichtlich Hand in Hand", sagte der Bundesumweltminister zur Eröffnung einer Tagung der Grünen-Bundestagsfraktion zum Klimaschutz am Bau. Gerade im Gebäudebereich mit seinen sehr langfristigen Investitionszyklen sei rasches Handeln besonders wichtig.

Die Bundesregierung habe bereits eine Reihe von klimapolitischen Instrumenten eingeführt, um die Kohlendioxid-Emissionen im Gebäudebereich zu senken, erläuterte Trittin. Allein die Energieeinsparverordnung werde bis zum Jahr 2012 zu einer Minderung des Kohlendioxidausstoßes um neun bis 12 Millionen Tonnen jährlich beitragen. Auf die energetische Modernisierung bestehender Gebäude ziele das KfW-Gebäudesanierungsprogramm, für das die Bundesregierung im Zeitraum 2001 bis 2005 knapp 1,5 Milliarden Euro zum Teil aus Mitteln der Ökologischen Steuerreform bereit gestellt hat. Über das Marktanreizprogramm würde der Einsatz von erneuerbaren Energien vornehmlich zur Erzeugung von Raumwärme, beispielsweise mit Solarkollektoranlagen, gefördert. Seit 1998 habe sich die Kollektorfläche in Deutschland von damals zwei auf jetzt über sechs Millionen Quadratmeter vergrößert.

Trotzdem sei der Umfang der heute üblichen Energiesparmaßnahmen im Neu- wie im Altbau ist bei weitem noch nicht ausreichend, um die langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen, monierte Trittin. Derzeit würden bei Sanierungen in weniger als der Hälfte der Fälle die Gebäude nachträglich wärmegedämmt. "In den nächsten 20 Jahren steht rund die Hälfte des Gebäudebestandes zur Sanierung an. Jede geeignete Instandhaltungsmaßnahme sollte gleichzeitig zur energetischen Modernisierung genutzt werden", sagte Trittin. Deshalb sei es beispielsweise unverzichtbar, das KfW-Gebäudesanierungsprogramm über das Jahr 2005 hinaus fortzusetzen und nach Möglichkeit noch aufzustocken.