Vorbereitung zum G8-Gipfel

Trittin berät in Großbritannien über Klimaschutz und Armutsbekämpfung

Auf Einladung der Briten beraten seit gestern die für die Energieversorgung und den Klimaschutz verantwortlichen Energie- und Umweltminister aus 20 Staaten über die Herausforderungen und Chancen einer klimafreundlichen Energieversorgung. Umweltminister Trittin will heute von der Energiewende durch Atomausstieg berichten.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/London (red) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin nimmt in dieser Woche an mehreren Ministertreffen in Großbritannien teil, die im G8-Kontext stehen. Die Regierung Blair hat für die britische G8-Präsidentschaft die Themen Klimaschutz und Afrika in den Mittelpunkt gestellt. Die Ministertreffen bereiten den Gipfel im schottischen Gleneagles im Juli vor.

Auf Einladung der Briten beraten seit gestern die für die Energieversorgung und den Klimaschutz verantwortlichen Energie- und Umweltminister aus 20 Staaten über die Herausforderungen und Chancen einer klimafreundlichen Energieversorgung. Neben den G8-Staaten sind weitere Industrie- sowie Schwellen- und Entwicklungslaender vertreten, darunter Brasilien, China und Südafrika. Im Mittelpunkt der Beratungen sollen erfolgreiche Instrumente und geeignete Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Energiepolitik stehen, zudem die Entwicklung klimafreundlicher Energietechnologien wie Effizienztechnologien und erneuerbare Energien sowie deren Markteinführung. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die internationale Kooperation im Klimaschutz.

In seiner für heute geplanten Rede will Trittin auf die Energiewende, die die Bundesregierung mit dem Atomausstieg eingeleitet hat, eingehen und die zentralen Säulen einer modernen Energieversorgung hervorheben: Ausbau der erneuerbaren Energien, Steigerung der Energieeffizienz und sparsamer Einsatz von Energie. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Fortschreibung der internationalen Klimapolitik sein. Wenn sich die EU zu einer Emissionsreduktion von 30 Prozent bis 2020 verpflichtet, ist Deutschland bereit, seine Treibhausgasemissionen um 40 Prozent in diesem Zeitraum zu senken. Der EU-Umweltrat hat jüngst beschlossen, dass die entwickelten Länder in einer zweiten Phase ihre Emissionen bis 2020 um 15 bis 30 Prozent reduzieren und bis 2050 um 60 bis 80 Prozent.