Trittin begrüßt Einweihung des modernsten deutschen Kraftwerks in Mainz

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Heute wird in Mainz das effizienteste Kraftwerk Deutschlands eingeweiht. Die Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) erreicht einen elektrischen Nettowirkungsgrad von mindestens 57,5 Prozent, wenn sie nur Strom erzeugt. Eine noch deutlich höhere Energieausbeute kann erzielt werden, wenn die ohnehin entstehende Wärme entsprechend genutzt wird. Die 400-Megawatt-Anlage wird von der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG, einem konzernunabhängigen, mittelständischen Energieversorgungsunternehmen, betrieben.


Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Diese Investition in modernste Technologie trägt entscheidend zum Klimaschutz bei, weil so jährlich etwa 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxi-Emissionen eingespart werden können. Zudem sichert eine solche Innovation Arbeitsplätze und bringt den Wirtschaftsstandort Deutschland mit Spitzentechnologie voran." Hauptgewinner dieser Entwicklung sei der Maschinenbau, GuD-Anlagen seien zudem eine wichtige Alternative zu Atomkraftwerken.


GuD-Kraftwerke werden im Rahmen der ökologischen Steuerreform gefördert. Damit wird die Energiewende in Deutschland unterstützt und Wettbewerbsgleichheit zwischen den Energieträgern hergestellt. Dies ist notwendig, weil die Energieerzeugung aus Gas durch Gas- und Stromsteuer doppelt belastet wird, während bei Kohle und Atom nur der Strom besteuert wird. Das Bundesumweltministerium erwartet, dass angesichts der bevorstehenden Ersatzinvestitionen für bestehende und veraltete Kraftwerke zahlreiche ungenutzte Potenziale der gemeinsamen Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme durch moderne Anlagen der Kraft- Wärme-Kopplung ausgenutzt werden können.