Wirtschaftlich lohnend

Trittin: Ausbau der Windkraft ist Chance für Küstenländer

Für den Ausbau der Offshore-Windenergie werden nach Schätzungen des Umweltministers bis zum Jahr 2030 etwa 45 Milliarden Euro investiert, wodurch 10 000 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Trittin forderte zudem die Stärkung der Hafenwirtschaft durch bessere Kooperation und Arbeitsteilung.

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Berlin (red) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat den Ausbau der Windkraft auf See als "Chance für die Küste" bezeichnet. "Die Windenergie ist im Endeffekt ein Konjunkturprogramm für die Küstenländer. Mit der Offshore-Windenergie entsteht ein neuer maritimer Wirtschaftszweig. Es ist einer der dynamischsten und innovativsten Wachstumsmärkte der Gegenwart", sagte er in einem Grußwort zur 4. Maritimen Konferenz in Bremen.

Der gesamte Ausbau der Offshore-Windenergie sei von dem Prinzip geprägt, Ökonomie und Ökologie zu verbinden. Dies nutze dem Klimaschutz und lohne sich wirtschaftlich. "Die in Norddeutschland besonders boomende Windindustrie hat hier nach dem Niedergang des Schiffbaus für neue Beschäftigung gesorgt. Dies wollen wir bestärken", sagte Trittin. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz plane die Bundesregierung, bis 2020 ein Fünftel des heutigen Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Seegestützte Windkraftanlagen sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Trittin sagte, bis zum Jahr 2030 rechne er mit einem Stromanteil der Offshore-Windenergie von 15 Prozent und Investitionen der Branche von mehr als 45 Milliarden Euro. Dies werde nochmals für 10 000 neue Arbeitsplätze sorgen.

Er verwies darauf, dass bereits sieben Windparks auf hoher See genehmigt seien. Zwei Anträge habe das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie aus Gründen des Naturschutzes abgelehnt. "Die von der Bundesregierung geschaffenen Instrumente, die einen Ausbau der Offshore-Windkraft auf Kosten der Umwelt verhindern sollen, greifen also", sagte der Bundesumweltminister.