Kohlekraftwerk

Trimet-Chef sieht bei Aus für Moorburg Standort in Gefahr

Der Vorstandsvorsitzende der Trimet Aluminium AG, Heinz-Peter Schlüter, warnt vor einer Gefährdung der Aluminium-Produktion in Hamburg, wenn das Kohlekraftwerk in Moorburg nicht wie geplant gebaut wird. Dies ist eine der Kernforderungen der GAL in den schwarz-grünen Verhandlungen.

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Hamburg (ddp-nrd/sm) - "Das würde den Standort der Alu-Hütte massiv unsicherer machen", sagte der Chef von Deutschlands größtem Aluminium-Produzenten der Tageszeitung "Die Welt".

Es falle ihm bei einer Entscheidung gegen Moorburg schwer, "den Mitarbeitern große Hoffnungen für die weitere Zukunft zu machen". Alles, was als Alternative zu dem Kohlekraftwerk geplant werde, könne den Grundlast-Bedarf des Aluminiumwerks nicht abdecken, betonte Schlüter.

Trimet habe darauf gesetzt, dass das Kohlekraftwerk in unmittelbarer Nähe zur Aluminium-Hütte gebaut wird, sagte er. Damit könnten die Durchleitungsgebühren im Stromnetz um 3,4 Millionen Euro gesenkt werden. Die Netzkosten für die Aluminiumproduktion seien derzeit in Hamburg doppelt so hoch wie am Standort Essen.

Mit Blick auf die Entwicklung in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und GAL sagte Schlüter: "Wir sind entsetzt über die Folgen für Hamburg und den Industriestandort Deutschland insgesamt. Wir verabschieden uns damit von der Industriegesellschaft. Was das bedeutet, kann sich noch niemand ausmalen."