Bilanz

Trianel schließt 2003 positiv ab

Trianel erzielte in 2003 einen Umsatz von 436,4 Millionen Euro. Dies bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um knapp 45 Prozent. 93 Prozent davon wurden im Stromgeschäft erwirtschaftet, 6,5 Prozent im Gasbereich. Dabei konnten Stromliefergeschäft und Stromhandel weiter gesteigert werden.

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Düsseldorf/Aachen (red) - Das Jahr 2003 war für die Trianel European Energy Trading GmbH mit einer positiven Geschäftsentwicklung verbunden, teilten Dr. Christian Becker und Reinhard Goethe, Geschäftsführer der Trianel, gestern auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf mit. Ausschlaggebend dafür seien das deutliche Wachstum in den Geschäftsfeldern Stromvertrieb und Stromhandel sowie die Ausweitung des Gesellschafterkreises gewesen.

Die Trianel erzielte in 2003 einen Umsatz von 436,4 Millionen Euro. Dies bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um knapp 45 Prozent. 93 Prozent davon wurden im Stromgeschäft erwirtschaftet, 6,5 Prozent im Gasbereich. Dabei konnte das Stromliefergeschäft an Stadtwerke und Endkunden und der Stromhandel weiter gesteigert werden. Der Jahresüberschuss beträgt 5,1 Millionen Euro und liegt deutlich über dem Vorjahreswert von 1,1 Millionen Euro. Die Zahl der beteiligten Stadtwerke stieg von zehn Unternehmen Anfang 2003 auf 24 kommunale Energieversorger bis Ende 2003. Infolge des Gesellschafterwachstums stieg das Eigenkapital der Trianel von 1.028.000 Euro bei der Gründung 1999 auf aktuell etwa 16 Millionen Euro an.

Das Stromgeschäft war im Geschäftsjahr 2003 insbesondere durch den Anstieg und die zunehmende Volatilität der Großhandelspreise sowie die gestiegenen Kosten für Regelenergie gekennzeichnet. Beim Liefergeschäft und dem physischen Stromhandel wurde ein Stromabsatz von 13,8 Terawattstunden erzielt. Dies bedeutet gegenüber 2002 eine Erhöhung um 3,4 Terawattstunden. Unter Berücksichtigung des Vertriebsgeschäftes der Beteiligungsgesellschaften Enetko GmbH und Trianel Energie B.V. ist der Stromabsatz der Trianel-Gruppe trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen um 40 Prozent auf 14,9 Terawattstunden gestiegen.

Mit dem Aufbau des Emissionshandels und der Nutzung der Finanzdienstleisterlizenz hätte das Unternehmen in 2003 begonnen, bilanzierte der Vorstand. Damit seien wichtige Weichen für das Wachstum in einem nicht einfachen Marktumfeld gestellt worden. Die Schaffung und Sicherung von Eigenerzeugungskapazitäten im Umfeld der Gesellschafter und weiterer Stadtwerke durch den Bau eines Kraftwerkes oder die Beteiligung an einem geeigneten Projekt soll in 2004 weiter vorangetrieben werden.