Gemeinschaftskraftwerk

Trianel erhält Genehmigung für Kraftwerksprojekt in Lünen

Die Bezirksregierung Arnsberg hat den Bau und Betrieb des Steinkohlekraftwerks in Lünen genehmigt. Damit können die ersten Vorarbeiten für den Bau beginnen. Den Angaben zufolge soll das Kraftwerk mit einem Wirkungsgrad von mehr als 44 Prozent 2012 in Betrieb gehen.

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Arnsberg/Lünen (ddp-nrw/sm) - Im Februar 2007 hatte die Aachener Trianel-Gruppe den Antrag auf Bau und Betrieb des Kraftwerks bei der Bezirksregierung gestellt. Trianel will das Kraftwerk im Verbund mit 28 weiteren regionalen und kommunalen Versorgungsunternehmen betreiben. Die Kosten liegen bei mehr als einer Milliarde Euro. Das Kraftwerk soll eine Leistung von 750 Megawatt haben.

Regierungspräsident Helmut Diegel (CDU) übergab Trianel am Dienstag einen Vorbescheid nach Bundesimmissionsschutzgesetz und eine erste Teilgenehmigung zur Baufeldfreimachung. Die vom Kraftwerk ausgehenden Immissionen erfüllten die für eine Genehmigung notwendigen Werte, hieß es. Zudem sei das Projekt an eine Reihe von Auflagen gebunden. "Der Kraftwerksblock leistet seinen Beitrag zur Versorgungssicherheit, entspricht dem modernsten Stand der Technik, schafft und sichert Arbeitsplätze - und sorgt mittelbar dafür, dass veraltete Kraftwerkskapazitäten vom Markt verschwinden", betonte Diegel.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk hatten bereits angekündigt, mit einer gemeinsamen Klage gegen die Baugenehmigung vorzugehen. Das Vorhaben sei ein «klimaschutzpolitisch verheerendes Kraftwerksprojekt», kritisierten sie. Nach ihrer Ansicht ist die Gesundheit der Menschen in Lünen und Umgebung durch das Kraftwerk und seine gesundheitsschädlichen Feinstäube und Schwermetalle gefährdet. Zudem halten die Umweltschützer das Kraftwerk für energiepolitisch überflüssig.