Startschuss

Transferstelle zur Personalanpassung im Bergbau nimmt Arbeit auf

Die Transferstelle Bergbau hat am Mittwoch bei einem Spitzentreffen von Politik, Wirtschaft und der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit offiziell ihre Arbeit aufgenommen.

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Saarbrücken (ddp/sm) - Ziel der Transferstelle ist es, Mitarbeiter der RAG Deutsche Steinkohle, die wegen des geplanten Ausstiegs aus der Kohleförderung im Saarland ihren Arbeitsplatz verlieren, auf andere Stellen zu vermitteln, sagte Ministerpräsident Peter Müller (CDU) zu Beginn des Treffens. Ziel bleibe weiterhin, das Ende des Bergbaus an der Saar sozialverträglich, also ohne betriebsbedingte Kündigungen, umzusetzen.

Rund 500 Mitarbeiter des Bergbauunternehmens sollen nach Angaben von Wirtschaftsminister Joachim Rippel (CDU) noch im Laufe dieses Jahres vermittelt werden. Die Transferstelle soll dazu die Bedürfnisse der Wirtschaft und die Qualifikation der Mitarbeiter des Bergbauunternehmens ermitteln.

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK), Richard Weber, verwies darauf, dass die Unternehmen an der Saar der letzten Umfrage der IHK zufolge im laufenden Jahr rund 2500 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wollen.

Nach dem schweren bergbaubedingten Beben im Februar dieses Jahres hatte das Bergbauunternehmen den Abbau in der Primsmulde eingestellt und ein Ende der Kohleförderung im Saarland bis zum Jahr 2012 angekündigt. Derzeit wird im Flöz Grangeleisen weiter abgebaut, der Abbau für das Feld Wahlschied ist beantragt. Die saarländische Kohle dient vor allem der Versorgung der Kraftwerke an der Saar.