Bald in Betrieb

Trafogebäude in Krümmel nach Brand umgebaut

In dem seit einem Trafobrand Ende Juni stillstehenden AKW Krümmel sind die Umbauarbeiten am Trafogebäude abgeschlossen worden. Sobald die Zustimmung der Aufsichtsbehörde vorliege, solle der Ersatztrafo angeschlossen und in Betrieb genommen werden, gab ein Vattenfall-Sprecher bekannt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Kiel (ddp-nrd/sm) - Das Kernkraftwerk Krümmel werde jedoch erst wieder ans Netz gehen, wenn alle offenen Fragen geklärt und alle notwendigen Maßnahmen getroffen worden seien. Ein Zeitpunkt dafür lasse sich aus heutiger Sicht noch nicht bestimmen, sagte der Sprecher des Betreiberkonzerns.

In der laufenden Revision der Kraftwerksanlage sind den Angaben zufolge inzwischen rund 2000 der etwa 2400 Arbeitsvorhaben abgearbeitet worden. Nach den im August festgestellten Rissen würden derzeit weitere Armaturen untersucht. Auch die Untersuchung von Dübeln werde fortgesetzt.

Unterdessen wurde eine bereits festgestellte Unregelmäßigkeit nachträglich formal als sogenanntes meldepflichtiges Ereignis eingestuft. So habe sich nach dem im März vorgenommenen Wechsel eines defekten Brennelements bei der Inspektion durch die Herstellerfirma herausgestellt, dass ein Brennstab des Elements einen Schaden des Hüllrohrs aufwies. Das für die Atomaufsicht zuständige Kieler Sozialministerium bestätigte die entsprechende Anzeige des meldepflichtigen Ereignisses durch den Betreiber.

Dadurch die Beschädigung des Rohrs sei es zur Auswaschung von Brennstoff gekommen, sagte der Vattenfall-Sprecher. Das habe jedoch zu keiner erhöhten Freisetzung von Radioaktivität nach draußen geführt. Lediglich im Reaktorwasser sei eine erhöhte Radioaktivität gemessen worden.