Image nicht gefährten

Tourismusverband für sachliche Diskussion über Kraftwerk Lubmin

Der Vorstand des Landestourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern hat zu einer sachlichen Debatte über das geplante Kraftwerk in Lubmin aufgefordert. Die Art und Weise des Meinungsstreits drohe wie ein Bumerang auf das Image des Urlaubslandes zurückzufallen, sagte Verbandsgeschäftsführer Bernd Fischer.

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Rostock (ddp-nrd/sm) - Die notwendige Diskussion über die Auswirkungen des Kraftwerkes und das rechtsstaatliche Verfahren sollten deshalb "mit Augenmaß" geführt werden. Fischer stellte zugleich klar, dass dem Tourismus durch den Kraftwerksbau "keine unmittelbaren und mittelbaren Nachteile" erwachsen dürften.

Die Verbandsspitze forderte den dänischen Investor Dong Energy erneut auf, die touristischen Bedenken während des Genehmigungsverfahrens und bei der Projektentwicklung zu berücksichtigen. Das betreffe zum einen das Erscheinungsbild des Kraftwerkes, sagte Fischer. Es müssten Technologien angewendet werden, mit denen die für Kur- und Erholungsorte geltenden Regelungen, insbesondere die für Luftbelastungs-Grenzwerte, eingehalten werden könnten. Zudem seien negative Folgen für den als sensibel eingestuften Greifswalder Bodden auszuschließen. Als Beispiel nannte Fischer ein vermehrtes Auftreten von Blaualgen infolge der Erwärmung durch eingeleitetes Kühlwasser.