Ölpreis

Total will 2.000 Stellen abbauen

Beim französischen Ölkonzern Total hat der Ölpreisverfall ein riesiges Loch in die Bilanz gerissen. Der Konzern plant deshalb 2.000 Stellen zu streichen. Außerdem sollen die Investitionen um zehn Prozent zurückgefahren werden.

Total© Total

Paris (AFP) - Angesichts des Ölpreisverfalls baut der französische Mineralölriese Total 2.000 Stellen in diesem Jahr ab und kürzt drastisch bei seinen Investitionen. Die Einschnitte bei den Arbeitsplätzen sollten vor allem über einen Einstellungsstopp laufen, kündigte der Chef des Ölkonzerns, Patrick Pouyanné, am Donnerstag in Paris an. Betroffen ist demnach unter anderem der Bereich Raffinerie in Europa. Total erhofft sich dadurch Einsparungen in Höhe von 200 Millionen Dollar (rund 177 Millionen Euro).

Nettogewinn ging um 62 Prozent zurück

Der Konzern will darüber hinaus seine Investitionen drastisch um mehr als zehn Prozent reduzieren. Der Nettogewinn von Total ging im vergangenen Jahr um 62 Prozent auf 4,24 Milliarden Dollar zurück. Der Umsatz verringerte sich um sechs Prozent auf 236,12 Milliarden Dollar.

Kein Fracking mehr in den USA

So will der Ölriese seine Investitionen im Bereich Schiefergas in den USA völlig stoppen, wie Pouyanné mit Blick auf den niedrigen Ölpreis sagte. Zudem soll etwa die Kapazität der Raffinerie im britischen Lindsey um die Hälfte zurückgefahren werden. Dies ist Teil einer größeren Umstrukturierung im Bereich Raffinerie in Europa, vor allem in Frankreich.

Total ist gemessen an Umsatz und Gewinn der größte Konzern Frankreichs. Das Energieunternehmen mit Sitz im Geschäftsviertel La Défense im Westen von Paris hat fast 100.000 Mitarbeiter und ist in mehr als 130 Ländern vertreten. Im vergangenen Herbst war der damalige Total-Chef Christophe de Margerie bei einem Flugzeugunglück in Moskau ums Leben gekommen.

Quelle: AFP