Wirbelsturm

Tornado richtet in den USA massive Schäden an (Upd.)

Ein Tornado hat am Pfingstmontag im US-Bundesstaat Oklahoma eine Schneise von Tod und Verwüstung hinterlassen. Wie viele Menschen den Tod gefunden haben, ist unklar, weil noch viele vermisst werden. Wegen massiver Sicherheitsprobleme wie beschädigten Gas- und Stromleitungen wurden die Bürger aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.

Strom© jeancliclac / Fotolia.com

Washington (AFP/red) - Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 Stundenkilometern fegte der Tornado am Montag (Ortszeit) über die Stadt Moore hinweg, machte ganze Straßenzüge dem Erdboden gleich und schleuderte Autos wie Spielzeuge durch die Luft. 24 Menschen seien nach neuen Angaben zu Tode gekommen, einige würden noch vermisst.

Viele Opfer und weitere Vermisste

Zwei Kilometer breit war der Streifen, den der Tornado durch das dicht besiedelte Gebiet vor den Toren von Oklahoma City zog. Fernsehbilder zeigten eine riesige schwarze Säule, die alles mitriss, was auf ihrem Weg lag. Die Opferzahl könnte den Angaben zufolge weiter steigen. Unter den Trümmern einer schwer beschädigten Grundschule wurden weiter Menschen vermisst.

"Das war ein gewaltiger Tornado", sagte die Gouverneurin des Bundesstaates, Mary Fallin. Es habe viele Opfer und immense Schäden gegeben, sowohl in Moore als auch im Rest des Staates. Der Polizeichef von Moore forderte Bewohner auf, die Zone der Zerstörung zu verlassen. "Es gebe "eine Menge Sicherheitsprobleme" wie beschädigte Gas- und Stromleitungen. In der 55.000-Einwohner-Stadt waren am Dienstag rund 35.000 Menschen ohne Strom und Gas, wie der Energieversorger OG&E mitteilte.

Nicht der erste Tornado dieser Art

Oklahoma City liegt in der sogenannten Tornado-Passage, Wirbelstürme sind in der Gegend mit ihren weiten Ebenen häufig. Der Tornado vom Montag folgte ungefähr derselben Route, die schon 1999 ein Wirbelsturm genommen hatte. Damals waren 44 Menschen getötet und hunderte verletzt worden. Rund tausend Häuser wurden zerstört. In Washington sagte ein Vertreter des Weißen Hauses, US-Präisdent Barack Obama werde ständig über die Lage informiert. Die US-Behörde für Katastrophenschutz (FEMA) stehe bereit, um Hilfe zu leisten. Die Nationalgarde wurde zur Unterstützung der Rettungsteams mobilisiert.

Seit dem Wochenende wird der Mittlere Westen der USA von seiner Serie schwerer Wirbelstürme heimgesucht. Am Sonntag waren zwei ältere Männer ums Leben gekommen, als ein Tornado den Ort Shawnee im Bundesstaat Oklahoma heimgesucht hatte. Seit Sonntag wurden dutzende Tornados aus den Bundesstaaten Oklahoma, Kansas, Iowa und Illinois und Missouri gemeldet.

Quelle: AFP