Anhörung

Töpfer warnt vor Scheitern der G8-Klimaschutzgespräche

Der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer hat vor einem Scheitern der Klimaschutzgespräche beim bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm gewarnt. Töpfer sprach sich dafür aus, die Kosten des Klimawandels nach dem Verursacherprinzip zu verteilen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Was bei der G8-Runde nicht erreicht werden kann, wird extrem schwer auf dem Klimagipfel in Bali erreicht werden können", sagte Töpfer bei einer Anhörung des Bundestages zum Klimawandel am Mittwochnachmittag. Sie wurde vom Umweltausschuss gemeinsam mit dem Ausschuss für Bildung und Forschung sowie dem Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung veranstaltet.

Gleichzeitig hob der ehemalige Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) hervor, dass es zwar keinen "sinnvollen Zweifel" am Klimawandel gebe, aber noch immer eine Reihe offener Fragen. Die Welt befinde sich bereits an der "Schwelle der Übernutzung", denn bisher habe jeder die Atmosphäre nutzen können, ohne dafür einen Preis zu bezahlen. Dabei seien jedoch die G-8 Staaten für 60 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich, so Töpfer. Er sprach sich daher dafür aus, gerade die Länder für den Klimawandel heranzuziehen, die "hauptsächlich dafür verantwortlich" seien.