(Öko)logischer Umbau

Töpfer im Greenpeace Magazin: "Die Ökosteuer wird zu Recht erhoben"

Der Chef der UN-Umweltbehörde, Klaus Töpfer, hält nichts von einer Abschschaffung der Ökosteuer. Seiner Meinung nach muss Deutschland seine Klima-Vorreiterrolle beibehalten.

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Klare Signale für den Klimaschutz fordert der Chef der UN-Umweltbehörde UNEP, Klaus Töpfer, von der Bundesregierung: "Deutschland darf seine Vorreiterrolle nicht aufgeben und muss seine Kohlendioxid-Emissionen bis 2005 um 25 Prozent senken", sagte Töpfer in der neuesten Ausgabe des Greenpeace Magazins angesichts der jüngsten Versuche, etwa von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, die deutschen Klimaschutzziele in Frage zu stellen.


Auch die Ankündigung von Bundeskanzler Gerhard Schröder, die Ökosteuer nach 2002 nicht weiter steigen zu lassen, hält UNEP-Chef Töpfer für falsch: "Die Ökosteuer wird zu Recht erhoben, wir brauchen diese Preissignale." Allerdings rät er dazu, die Mittel aus der Ökosteuer nicht nur in die Senkung der Sozialkosten zu stecken, sondern etwa auch dafür zu verwenden, den Bürgern der Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu erleichtern. "Ein Teil der Ökosteuer muss in den ökologischen Umbau der Wirtschaft und die Entwicklung Kohlendioxid-effizienterer Technik investiert werden. Zudem müsste die Steuer an den Kohlendioxidausstoß gekoppelt sein", nahm Töpfer Stellung zur aktuellen Ökosteuer-Debatte in der Bundesrepublik. Für Deutschland und Europa verspricht er sich von einer solchen Politik auch wirtschaftliche Vorteile: "Weltweit werden in den nächsten Jahren sieben Billionen Dollar in die Erneuerung und den Ausbau der Energieversorgung investiert. Wenn Europa da hoch effiziente Kraftwerke anbieten kann, hat es enorme Marktvorteile."