Verbrauchertipps

Tipps zum Energie sparen bei Warmwasserbereitung

Etwa zehn Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt wird für die Warmwasserbereitung verwendet. Wie man nicht nur Wasser, sondern auch Energie bei der Erwärmung sparen kann, rät der VBEW. Im Gegensatz zu einem Warmwasserspeicher oder Boiler ist ein Durchlauferhitzer beispielsweise deutlich energiesparsamer.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München (red) - Die Warmwasserbereitung macht mit rund zehn Prozent einen bedeutsamen Teil des Energieverbrauchs im Haushalt aus. Täglich werden durchschnittlich pro Person etwa 35 Liter Warmwasser benötigt, ungefähr 25 Prozent davon in der Küche, der größere Anteil für Körperpflege und Reinigung, so der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft e.V., VBEW. Um den täglichen Wasserbedarf eines 4-Personen-Haushaltes zu erwärmen, werden fast fünf Kilowattstunden Energie benötigt. Durch sinnvollen und sparsamen Verbrauch lasse sich der Warmwasserbedarf um etwa 30 Prozent reduzieren. Bei einer Warmwasserbereitung mit Strom, lassen sich dadurch laut dem VBEW bis zu 70 Euro im Jahr einsparen.

Mit praktischen Einhebelmischbatterien lässt sich die gewünschte Wassertemperatur schneller einstellen als mit je einem Griff für Kalt- und Warmwasser, der Wasser- und Energieverbrauch sinkt. Alternativ lassen sich thermostatgesteuerte Mischbatterien einbauen. Diese arbeiten genauer und sparen weitere Betriebskosten ein. Werden größere Warmwassermengen, beispielsweise zum Duschen benötigt, empfiehlt sich statt eines Warmwasserspeichers oder Boilers ein elektrischer Durchlauferhitzer. Sie sind effizienter, da sie keine Wärmeverluste durch Speicherung verursachen. Das Einsparpotenzial der Durchlauferhitzer gegenüber Speichern betrage bis zu 20 Prozent.

Bei der Verwendung von Untertischboiler sollte eine möglichst niedrige Temperatur oder Stufe ‚E’ (= energiesparend) gewählt werden. Auch verkalkt der Boiler dann nicht so schnell. Wird zeitweise kein Warmwasser benötigt, kann der Boiler abgeschaltet oder das Aufheizen mit Hilfe einer Zeitschaltuhr an die individuellen Verbrauchsgewohnheiten angepasst werden, rät der VBEW. Außerdem lasse sich in viele Wasserhähne, die nicht an einen Durch-lauferhitzer angeschlossen sind, ein Durchlaufbegrenzer einbauen, der die durchfließende Wassermenge begrenzt. Durch die Beimischung von mehr Luft bleibt der Wasserstrahl dennoch fast genauso kräftig wie ohne.