Kraftstoff

Tiefensee plädiert für Alternativen zum Öl

Auch Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat sich für verstärkte Energiesparmaßnahmen im Bereich Verkehr und Gebäude ausgesprochen. Es müsse kurz- und mittelfristig für eine Alternative zum Öl gesorgt werden. Seiner Ansicht nach muss der Anteil von Biokraftstoffen und Brennstoffzellen wachsen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp.djn/sm) - Die Bundesregierung hält trotz des hohen Benzinpreisniveaus an der Ökosteuer und der Kürzung der Kilometerpauschale fest. Vielmehr müssten angesichts der veränderten Situation die Anstrengungen verstärkt werden, Energie einzusparen und Öl zunehmend als Kraftstoff und Brennstoff für Heizungen zu ersetzen, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Die Verbraucher müssten sich darauf einstellen, dass die Bezinpreise in der Zukunft auf einem sehr hohem Niveau stabil bleiben oder sogar steigen. Entscheidender Punkt sei, wie mit neuen Antriebssystemen und Kraftstoffen dafür gesorgt werden könne, kurz- und mittelfristig eine Alternative zum Öl zu schaffen. Die Bundesregierung investiere deshalb sowohl im Verkehrs- sowie im Gebäudebereich. Tiefensee zufolge soll in den nächsten fünf Jahren der Anteil von Biokraftstoffen wachsen. Ab 2020 könnte nach seinen Vorstellungen verstärkt Brennstoffzellen zum Einsatz kommen.

Das Wasserstoff- und Brennstoffzellenprogramm der Bundesregierung umfasse für die nächsten zehn Jahre 500 Millionen Euro. Ergänzt werde es noch einmal mit 500 Millionen Euro von der Wirtschaft. Ziel sei es, einen Durchbruch der Antriebstechnologie in Kraftfahrzeugen zu erreichen. Im Gebäudebereich investiere die Bundesregierung 5,6 Milliarden Euro in den nächsten vier Jahren, um auch dort nachhaltig und zügig voranzukommen.