Geld sparen

Tiefensee: Gebäudesanierung ist "praktischer Klimaschutz"

Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ist mit dem vor einem Jahr gestarteten CO2-Gebäudesanierungsprogramm "sehr zufrieden". Wie der Minister am Dienstag in Berlin sagte, sind im vergangenen Jahr mit Hilfe des Programms 265.000 Wohnungen und Eigenheime saniert worden.

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Berlin (ddp/sm) - 900.000 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid seien so eingespart worden. Dies entspricht in etwa dem, was ein normales Steinkohlekraftwerk in zwei Monaten an Kohlendioxid ausstößt. "Das ist praktischer Klimaschutz, mit dem sich Geld sparen lässt", sagte Tiefensee.

Rund 500 Euro könne man in einer 83-Quadratmeter-Wohnung bei den Heizkosten sparen, wenn man Wände und Decken dämme, dichte Fenster und eine neue Heizungsanlage einbaue. Die Gebäudesanierung sei aber nicht nur gut fürs Klima und den eigenen Geldbeutel, sondern auch für das heimische Handwerk. Jede investierte Milliarde Euro sichere und schaffe 25.000 Arbeitsplätze. Insgesamt seien durch dieses CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung Investitionen von rund elf Milliarden Euro ausgelöst worden, sagte der Bundesbauminister.

Weil einer repräsentativen Umfrage zufolge nur 15 Prozent der Deutschen richtig einschätzen können, wie hoch die Energieersparnis durch eine Gebäudesanierung ist, startet das Bundesbauministerium eine Informationskampagne unter dem Motto "Ziehen sie ihr Haus warm an". 64 Prozent der Deutschen halten bei einer Gebäudesanierung nur Einsparungen von nicht mal 30 Prozent für möglich. Tatsächlich sind es laut der Deutschen Energieagentur (dena) aber bis zu 50 Prozent.

Tiefensee kündigte außerdem einen jährlichen CO2-Energiereport an. Der Report solle aufzeigen, wo welche Energiekosten entstehen, wie sich die Heiz- und Benzinkosten entwickeln und wo Einsparpotentiale in den Bereichen Wohnen und Verkehr liegen. Den ersten Report will der Minister noch in diesem Herbst vorlegen.

"Gut isolierte Häuser helfen uns, die Energieversorgung sicherer zu machen", sagte Tiefensee. Eine warme Wohnung oder die Tankfüllung für den Weg zur Arbeit dürften "nicht zu einem Luxus werden".