Interessen wahren

ThyssenKrupp warnt vor nationalem Alleingang in der Klimapolitik

Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp warnt vor dem bevorstehenden Energiegipfel am Dienstag bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einem nationalen Alleingang in der Klimapolitik. Einige Vostellungen seien "illusionär".

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München/Düsseldorf (ddp/sm) - Der Vorstandsvorsitzende des Düsseldorfer Konzerns, Ekkehard Schulz, warf der Bundesregierung in der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe) vor, berechtigte Zweifel an den Vorgaben für den Energiegipfel "in den Wind zu schlagen".

Deutschland dürfe beim Klimaschutz keinen nationalen Sonderweg gehen, sagte Schulz, der als Vertreter der Industrie an dem Treffen teilnehmen wird. "Klima ist global und bedarf globaler Lösungen", fügte er hinzu. Ein Überdrehen der Anforderungen könne zu schlimmen Folgen für die deutsche Volkswirtschaft, zur Abwanderung energieintensiver Industrien und dem Verlust von bis zu 500 000 Arbeitsplätzen führen.

Schulz sei sehr dafür, dass sich Deutschland auf ambitionierte Ziele zum Klimaschutz verpflichte, heißt es in dem Blatt weiter. Sie müssten aber auch wirtschaftlich und ohne Einbußen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit erreichbar sein. Eine nationale CO2-Minderung um 40 Prozent bis zum Jahr 2020, wie sie der Bundesregierung vorschwebt, nannte Schulz "illusionär".