Ausgewogener Energiemix

Thüringen will Anteil von Alternativ-Energien auf 25 Prozent erhöhen

Thüringen will alternative Energien kräftig ausbauen. Bereits 2020 könne der Freistaat ein Viertel seines Energiebedarfes aus erneuerbaren Ressourcen speisen, erklärte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Wenn sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetze, sei dieses Ziel erreichbar.

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Erfurt (ddp-lth/sm) - Thüringen würde dann das Klimaschutzziel der Europäischen Union von 20 Prozent deutlich übertreffen. Reinholz verwies darauf, dass Thüringen bereits heute einen Spitzenplatz bei der Nutzung regenerativer Energieträger einnehme. Ihr Anteil am gesamten Energiebedarf liege bei rund zwölf Prozent und überschreite den bundesdeutschen Schnitt von etwa fünf Prozent deutlich.

Der Freistaat setze vor allem auf Biomasse, Wind, Wasser und Sonne. "Thüringen setzt auf einen ausgewogenen Mix der Energieträger, in dem auch den regenerativen Energien eine wachsende Bedeutung zukommt", sagte Reinholz. Bereits in drei Jahren solle der Anteil erneuerbarer Energieträger am Strom- und Wärme-Bedarf des Freistaates 15 Prozent erreichen.

Den größten Beitrag zu dieser Entwicklung wird nach Erwartung des Wirtschaftsministeriums auch künftig die Biomasse leisten. Sie werde 2020 allein gut ein Fünftel des gesamten Energiebedarfes decken. Die Windkraft werde dann einen Anteil von knapp über zwei Prozent erreichen, die Solarenergie bei knapp unter zwei Prozent liegen. Ein halbes Prozent könne die Wasserkraft beisteuern. Sehr wichtig sei zudem die Einsparung von Energie durch moderne Technologien und eine schonende Nutzung der Ressourcen.