Zukunft

Thüringen will Anteil erneuerbarer Energiequellen steigern

Thüringen will den Anteil erneuerbarer Energiequellen am Energieverbrauch steigern. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts solle der Anteil von jetzt zehn Prozent auf 12 bis 15 Prozent klettern, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Aretz (CDU) am Dienstag in Erfurt. Wichtig seien zudem mehr Wettbewerb und konsequentes Energiesparen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Eine stärkere Nutzung regenerativer Energieressourcen schone nicht nur die Umwelt, sondern senke auch die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas. Die zukunftsweisenden Technologien zur Energiegewinnung hätten sich zudem als wichtiger Motor für die Schaffung neuer Arbeitsplätze erwiesen.

Aretz zufolge gewinnt in Thüringen vor allem die Solar-Branche zunehmend an Bedeutung. Bei Solarzellen-Herstellern und Zulieferern gebe es derzeit rund 1000 Beschäftigte. Thüringen habe sich zu einem wichtigen Standort der Solar-Industrie entwickelt. Laut Aretz will die Landesregierung mit ihrer Energiepolitik Versorgungssicherheit gewähren, faire Preise sichern und für eine Schonung der Umwelt sorgen. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energiequellen setze das Land vorrangig auf Erdgas, das weiter eine herausragende Stellung bei der Energieversorgung innehaben solle.

Derzeit werde ein Drittel des Thüringer Energiebedarfes aus Erdgas gedeckt, ein weiteres Drittel aus Erdöl. Seit der Wende hätten die Thüringer Energieunternehmen etwa vier Milliarden Euro in das Versorgungsnetz investiert. Weitere 1,7 Milliarden Euro hätten auswärtige Firmen aufgewendet.

Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) nannte drei wesentliche Schritte, um die Probleme in der Energieversorgung zu schultern. Dazu gehöre mehr Wettbewerb sowie das konsequente Energiesparen. Zudem müsse die Forschung gestärkt werden, um eine effizientere Nutzung der vorhandenen Energiequellen zu ermöglichen. Er erwarte gerade für die alternativen Energieträger eine Hochkonjunktur. Thüringen sei hier bereits weit vorangeschritten und könne von einer solchen Entwicklung profitieren. "Erneuerbaren Energieträgern gehört die Zukunft", betonte Althaus.