Ausbau erneuerbarer Energien

Thüringen: Biomasseheizkraftwerk eingeweiht

Am Dienstag wurde im thüringischen Schkölen in Anwesenheit von Landwirtschaftsminister Volker Sklenar (CDU) ein Biomasseheizkraftwerk in Betrieb genommen. Das Kraftwerk mit einer Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage arbeitet mit Waldrestholz und hat eine elektrische Leistung von fünf Megawatt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (red) - Die Wärme soll neben der Eigennutzung zum Trocknen der Holzhackschnitzel auch für die Stadt Schkölen und ein fünf Hektar großes Gewächshaus genutzt werden.

"Bei der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) im Jahre 2004 haben wir uns verstärkt für den Anreiz der Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt. Immerhin bringt jetzt die Erzeugung von Strom nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz eine zusätzliche Vergütung von zwei Cent pro Kilowattstunde", so Sklenar bei der Einweihung.

Sklenar verwies auf das im Oktober beschlossene "Thüringer Bioenergieprogramm", in dem die Potenziale für die Bioenergie aus Land- und Forstwirtschaft beschrieben sind. So sei das zur Verfügung stehende Potenzial aus dem Staatswald des Freistaats, unter Berücksichtigung der Versorgung stofflicher Holzverwerter, bereits in Energieholzkontrakten gebunden. Reserven in Höhe von etwa 100.000 Festmeter bestünden im derzeit nicht regelmäßig bewirtschafteten Kleinprivatwald.

Nach einer Erhebung des Thüringer Wirtschaftsministeriums aus dem Jahre 2004 deckt Thüringen 10,1 Prozent des Primärenergieverbrauches durch erneuerbare Energien ab. Der Anteil der Biomasse an den erneuerbaren Energien beträgt 87 Prozent. Würde man diesen biogenen Anteil am Primärenergieverbrauchs mit fossilen Energieträgern, z. B. Heizöl zu einem Preis von 0,60 Euro pro Liter ersetzen, stellte diese Biomasse eine Wertschöpfung von mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr dar.

Weiterführende Links