Kapazitäten bauen

Thoben will gescheitertes Ensdorf-Kraftwerk in NRW haben

Nach dem Bürgervotum gegen das geplante RWE-Steinkohlekraftwerk in Ensdorf will die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) die Investition nach NRW holen. Für den Bau den eines neuen, effizienten Kraftwerkes sollen alte Kapazitäten abgeschaltet werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Essen (ddp-rps/sm) - "Wir hoffen sehr, dass sich das Unternehmen nach diesem Bürgerentscheid im Saarland entschließen kann, diese Kapazität in Nordrhein-Westfalen zu bauen", sagte Thoben der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). Sie fügte hinzu, dass "jedes hochmoderne und effiziente Kraftwerk" in NRW "hochwillkommen" sei. Im Falle einer Realisierung in NRW werde die Landesregierung zugleich darauf dringen, dass alte, nicht so effiziente Kapazitäten abgeschaltet werden.

Der Essener Energiekonzern RWE hatte zuvor die Einstellung seiner Kraftwerkspläne in Ensdorf bekannt gegeben. Auslöser dafür war das am Sonntagabend bekannt gegebene Ergebnis einer Bürgerbefragung, bei der sich rund 70 Prozent der Ensdorfer gegen den Bau der etwa zwei Milliarden Euro teuren 1600-Megawatt-Anlage ausgesprochen hatten.