Statement

Thoben stellt sich hinter Erneuerung des Kraftwerksparks in NRW

Die NRW-Ministerin sieht den Neubau von bis zu 16 Kohlekraftwerken als Beitrag zum Klimaschutz. Durch diese Neubauten werde der Kohlendioxid-Ausstoß um 16 Millionen Tonnen sinken, so Thoben. Konkrete Zielvorgaben zur CO2-Reduktion lehnte die Ministerin hingegen ab.

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Düsseldorf (ddp/sm) - Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) sieht in der Erneuerung der Kohlekraftwerke im Land einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. "In den kommenden Jahren werden in NRW bis zu 16 Kohlekraftwerke neu gebaut oder erweitert. Wenn die fertig sind, sinkt unser CO2-Ausstoß um 16 Millionen Tonnen", sagte Thoben der "tageszeitung" (Freitagausgabe).

Konkrete Zielvorgaben für die Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen in Nordrhein-Westfalen lehnte Thoben jedoch ab: "Ich halte es für ziemlich verrückt, für jede Region einen einzelnen Plan aufzustellen. Wenn sich zum Beispiel Hamburg mit einer wunderschönen CO2-Bilanz schmückt, dann liegt das doch nur daran, dass sie ihre Kraftwerke in Niedersachsen bauen." Energiepolitik müsse mindestens eine nationale Aufgabe sein.

Die Grünen-Landtagsfraktion hatte vor kurzem gefordert, vor dem Hintergrund der Klimaschutzdebatte den Bau neuer Kohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen zu überdenken. Wenn der Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen verringert werden solle, gehe das nicht durch einen Ausbau des Kraftwerksvolumens.