Wettbewerb noch nicht in Gang

Thoben rechnet erst in zwei Jahren mit sinkenden Strompreisen

NRW-Wirtschaftsminsterin Christa Thoben (CDU) lehnt staatlich verordnete Höchstpreise für Strom ab. "Höchstpreise werden immer nur umgangen. Aber sie führen nicht zu mehr Wettbewerb", sagte soe der "Rheinischen Post". Um gerade diesen zu stärken, ruft die Ministerin zum Anbieterwechsel auf.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Der Wettbewerb auf dem Strommarkt sei noch nicht ausgereift genug, um preisdämpfend zu wirken: "Es gibt noch zu wenig Anbieter, und auch die Verbraucher machen noch zu wenig von ihren Wahlmöglichkeiten Gebrauch", sagte die Ministerin. Erst in zwei Jahren sei der Wettbewerb so weit entwickelt, dass die Strompreise sänken.

"Die schärfste Waffe gegen die Strompreise ist ohnehin das Energiesparen", sagte Thoben. Auch deshalb sei die Förderung von regenerativen Energien ein wichtiges energiepolitisches Instrument.

Mit Blick auf die vom größten deutschen Energieversorger E.ON angekündigte Strom- und Gaspreiserhöhung rief die Verbraucher dazu auf, von der Möglichkeit des Anbieterwechsels Gebrauch zu machen. "Wir erreichen nur dann mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten, wenn die Bürger konsequent zu dem jeweils günstigsten Anbieter wechseln", betonte die Ministerin.